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Das Grundstück – Der Grundstein für das zukünftige Glück

Der Traum vom Eigenheim beginnt …. meist mit einem Grundstück ! 😉

Aus diesem Grund hier und jetzt, live und in Farbe: unser Grundstück

 

[Januar 2017]

 

[März 2017]

 

[April 2017]

 

Wenn man, wie wir, #TeamNeubau ist und einer Bestandsimmobilie mit ggf. damit einhergehenden Renovierungsarbeiten nicht so viel abgewinnen kann, dann bleibt noch die Entscheidung zunächst „nur“ das Grundstück zu erwerben (Kauf oder Erbpacht) oder direkt ein schon projektiertes Haus auf einem Grundstück zu kaufen.

 

[An dieser Stelle sei gesagt: Es schadet nicht, wenn man sich grundsätzlich mit einem Bau-Wunsch bei einer Bank/Sparkasse ganz unverbindlich beraten lässt. „Wie viel Immobilie kann ich mir leisten“ soll hier die Marschrichtung sein. Vielleicht gibt die Größenordnung der Gesamtinvestition ja einen entscheidenden Rahmen für die Kosten des Grundstücks.

Wichtig: Manche Anbieter von Häusern oder Grundstücken wollen eine Finanzierungszusage erhalten – so soll sichergestellt werden, dass man das Objekt auch tatsächlich erwerben kann. Keine Finanzierungszusage – keine Reservierung/kein Grundstück!
–> Einen Überblick über die finanziellen Möglichkeiten sollte man sich also besser (viel) zu früh als zu spät verschaffen! Weiteres dazu in noch folgenden Beiträgen 🙂 ]

 

>> Grundstück suchen <<

Wer diese Entscheidung getroffen hat, begibt sich auf die Suche nach etwas passendem.
Fündig werden kann man hier:

 

  • Makler (lokal/regional)
  • Gemeinde/Stadt
  • Bauträger (ggf. nur in Verbindung mit einem Haus)
  • Immobilienbörse (Internet, lokale Immobilienausstellungen z.B. einer Sparkasse oder Volksbank)
  • lokale Anzeigen (Zeitung, Supermarkt, o.ä.)
  • private Kontakte (Freunde, Bekannte, Nachbarn, Fussballverein, Schützenverein, …)
  • Zwangsversteigerung

 

Bei uns war es so, das wir uns in 2008 schon auf die Interessentenliste für Grundstücke bei der Stadt haben setzen lassen – das Fleckchen Erde welches wir gekauft haben wurde uns im Jahr 2014 angeboten. Für Kurzentschlossene also wohl nichts. Es soll ja auch zur eigenen Lebensplanung (Schule, Aubildung/Studium, Start in den Beruf, Berufserfahrung sammeln, …) und den Finanzen passen.

 

>> Checkliste<<

Kriterien, über die man sich Gedanken gemacht haben sollte:   [Prioritäten setzen!]

  • Lage, Lage, Lage (!!!)
    Wie ist die Infrastruktur, bspw. der Weg bis zur nächsten Autobahn, dem nächsten Supermarkt/Discounter, Kindergarten/Schule/Arbeit und vielem mehr.
    Die geologischen Gegebenheiten, wie zum Beispiel eine Hanglage, sollten zu den persönlichen Vorstellungen passen.
    Wie ist das Wohnumfeld, ist es eine Fläche in einem gewachsenen Gebiet oder einem Neubaugebiet?

 

  • Größe, Ausrichtung, Zuschnitt
    Wie viel Fläche soll für das Haus und den Garten zur Verfügung stehen? Wie soll das Grundstück ausgerichtet sein, bspw. lange oder kurze Seite zur Straße?  Der Sonnenlauf kann berücksichtigt werden: Osten->Süden->Westen. Für die spätere Ausrichtung des Giebels ist die Sonne ebenfalls von Bedeutung, wenn über eine PV-/Solaranlage nachgedacht wird.

 

  • Altlasten und Bebaurbarkeit
    Sind Gebäude, Schuppen, Bäume, Mauerwerk oder ähnliches noch auf dem Grund und müssen vor Baubeginn entfernt werden? Wie war die vorherige Nutzung und sind aufgrund dessen ggf. Öl, Chemikalien, Asbest oder ähnliches auf dem Grundstück verblieben/versickert?
    Ist es eine Altlastenverdachtsfläche? Anfertigung eines Bodengutachtens?
    Wie ist der Grundwasserstand und müssen dadurch ggf. besondere Maßnahmen bei der Errichtung beachtet werden?

 

  • Bebauungsplan (B-Plan)
    Gibt es einen B-Plan und welche Einschränkungen gehen damit einher? Vorteilhaft ist beispielsweise das vereinfachte Verfahren der Genehmigungsfreistellung, wenn ein B-Plan vorliegt. In diesem sind alle Vorgaben erfasst, z.B. wie viele Geschosse, welche Dachneigung etc. das zu bauende Haus haben darf bzw. muss. Nach Einreichung der Genehmigungsfreistellung hat die Stadt/Gemeinde 4 Wochen Zeit zu widersprechen, spätestens nach Ablauf der Frist werden das Baustellenschild und die Genehmigung zugeschickt.
    Bauherren von bauantrags-/baugenehmigungspflichtigen Bauten müssen da teilweise deutlich länger als 4 Wochen warten.

 

  • Erschließung
    Ist das Grundstück schon erschlossen? Die Erschließung, also das Anschließen an die Kanalisation, Wasser und Strom etc., ist mit Kosten verbunden.

 

  • Kosten / Kaufnebenkosten
    Neben den reinen Kosten pro qm fallen noch weitere Kosten an: Notar- und Gerichtskosten sollten mit ca. 2% berücksichtigt werden, für einen Makler werden nochmal 5,95% – 7,14% Maklerprovision fällig (je nach Bundesland teilweise aufgeteilt auf Verkäufer und Käufer).
    Die Vermessungskosten (falls das Grundstück nicht eingemessen ist; ca. 2-3 T€) und einige € für die Hausanschlüsse dürfen ebenfalls nicht vergessen werden!
    Die Höhe der Grunderwerbsteuer ist Ländersache, in 2017 wird folgender %-Satz fällig:

    • BY, SN | 3,5 %
    • HH | 4,5 %
    • BW, HB, MV, NI, RP, ST | 5,0 %
    • BE, HE | 6,0 %
    • BB, NW, SL SH, TH | 6,5 %

 

Diese Checkliste für den Grundstückskauf ist sicherlich nicht vollständig – hilft aber vielleicht dem ein oder anderen bei den ersten Schritten des Projektes „Eigenheim“.

Wenn die Zahlungsmodalitäten für den Kauf geklärt sind, dann geht es wie folgt weiter:

  •  Kaufvertrag(sentwurf) zur Durchsicht
  • Notartermin für die Unterschrift des Kaufvertrages + ggf. Grundschuld eintragen z.G. der Bank
  • Kaufpreiszahlung + Erwerbsnebenkosten zahlen (Notar, Grunderwerbsteuer, Kosten Grundbuchamt)

 

Und dann ist der erste Schritt auch schon getan ?  In den nächsten Beiträgen dreht es sich dann -neben dem jeweils aktuellen Stand auf der Baustelle- um den Grundriss, die Kosten, die Finanzierung und Versicherungen.

Wir hoffen, dass euch dieser Beitrag gefallen hat und freuen uns, wenn Ihr einen Kommentar hinterlasst 🙂

Grundstück

7 Kommentare


  1. // Antworten

    Hallo ihr Zwei, dann wünsche ich euch als Leidensgenosse das Allerbeste für euer Projekt.
    Außerdem wünsche ich euch viel Spaß beim Bloggen und viel positives Feedback eurer Leser.

    Beste Grüße aus Berlin,
    John


  2. // Antworten

    Ja, so ist das mit den Finanzierungszusagen. Einerseits möchte man sich in Ruhe, Grundstück und Hausanbieter suchen, andererseits auch die Finanzierung sichern. Ohne Grundstückreservierung und Baukostenaufstellung leider keine Finanzierung. Das beißt sich die Katze in den Schwanz und treibt die Bauherrschaft vor sich her.
    Eine spannende Phase. Schöner Beitrag und hier ist er: Der erste Kommentar 😉


  3. // Antworten

    Ups, da habe ich wohl Hase und Igel Mt mir gespielt 🙂
    Ich schwöre feierlich den anderen Kommantar vorher nicht gesehen zu haben. :-O




  4. // Antworten

    Hallo Markus und Christine,
    immer wieder interessant zu sehen, wie man am Besten zum Grundstück kommt. Das Immoportal und die Gemeinde sind offensichtlich die klaren die Favoriten.
    Bei mir hat’s über’s Immoportal geklappt.

    Obwohl ich auch mit ausgefallene Strategien verfolgt habe.
    Und ja, auch in diesen Zeiten sind die Preisvorstellungen der Verkäufer nicht in Stein gemeißelt!

    Viele Grüße aus Leipzig.
    Vom Mario


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