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Elektro und Hausautomation – die Grundlagen

Hausautomation

Hallo dort draußen,

 

wie versprochen nun unser Beitrag um Thema Hausautomation. 

 

Wir waren uns seit Beginn unserer Bauplanung einig, dass die Elektrik in unserem Haus smart und flexibel sein soll. Die heutigen Techniken bieten so viele Möglichkeiten das Wohnen angenehmer und komfortabler zu gestalten.

Dieser Beitrag soll euch einen ersten groben Überblick darüber geben, wie unser Haus funktionieren wird.

 

Grundsätzliches

Wenn ich im Folgenden von Komponenten und Schnittstellen spreche, dann sind bei Komponenten die Bauteile gemeint, die im Schaltschrank oder im restlichen Haus verbaut sind (Taster, Melder, Sensoren, Aktoren, elektr. Geräte) und Schnittstellen wiederum bieten die Möglichkeit, die unterschiedlichsten Komponenten miteinander zu verbinden.

 

Die meisten unserer Komponenten werden über KNX an unsere Hausautomatisierung angeschlossen. Hierbei handelt es sich um einen Standard für Gebäudeautomation.
KNX Komponenten sprechen quasi die selbe Sprache und sind daher untereinander kompatibel.

 

Es gibt die verschiedensten Anbieter für Hausautomation. Zu den in Deutschland bekanntesten gehören sicherlich Loxone, Homematic, Gira, Jung, Busch&Jeager, Somfy, Berker und Innogy.
Die Liste von Anbietern kompatibler Komponenten, die sich über Schnittstellen an die o.g. Hausautomationssysteme anschließen lassen ist wesentlich länger.  Zu den bekannteren gehören Jung, Gira, Busch&Jäger sowie MDT.
 

 

 

Die Komponenten von unserem smarten Haus hören auf die Namen Loxone, Jung, MDT und DMX4ALL.
Bei Loxone handelt es sich um ein Produkt bzw. eine Firma aus unserem Nachbarland Österreich, welches schon über einen längeren Zeitraum auch Verbreitung bei uns in Deutschland findet.
Die Vorteile bei diesem System sind neben der Funktionsvielfalt und der Qualität der Komponenten auch die simple Bedienung.

 

 

Steuerung

 

Der Loxone mini Server (das „Gehirn“ der Schaltzentrale), wird bei uns im Haus die folgenden Bereiche steuern:
 

 

Beleuchtung
– dimmbare LED RGBW Lichtbänder (LClux LC Stripe RGBW)
– dimmbare LED Spots (LClux Endurance 12R)
– Lampenauslässe
– Aussenleuchten (LClux LC Twin Cube)

 

Beschattung
– Raffstore
– Rolläden
– Markise

 

Raumklima
– Fußbodenheizung
– Be- und Entlüftungsanlage

 

Multiroom Audio
– Sonos Boxen (nur in Kombination mit Loxberry möglich, hierzu später mehr)

 

Weitere elektrische Komponenten
– Motor Leinwand f. Beamer
– Steckdosen (alle mit 5 Adern bestückt, um diese zu einem späteren Zeitpunkt schaltbar zu machen)
 

 

 

Die Loxone Haussteuerung erhält über KNX Sensoren und Taster den Input um die gewünschten Aktionen auszuführen. Wir haben uns für Komponenten der Firma MDT und Jung entschieden. Wir fanden das Preis/Leistung bei den MDT Komponenten einfach passten, zudem sehen die Taster der Glas Serie einfach gut aus :).
Lediglich die Präsenzmelder werden von Jung kommen.

 

Taster: (siehe Bilder)
– MDT Glastaster 2 Smart + Raumtemperatur Sensor
– MDT Glastaster 4- sowie 8- Fach

 

Sensoren:
– MDT Wetterstation (Regen, Wind und Sonne)
– ein zusätzlicher MDT Regen-/Wassersensor (Heizung)
– Präsenzmelder Jung Mini
 

 

Sobald ein bestimmter Zustand herrscht (bspw. Präsenzmelder delektiert Person) oder eine Aktion manuell ausgelöst wird (bspw. Taster wird betätigt), löst der Mini Server die gewünschte Aktion aus, wobei dann ein Signal an einen Aktor gesendet wird.

 

HausautomationHausautomationHausautomation

 

Aktoren:
Relay Extension Loxone (je Modul 14 Verbraucher á 16A)*
– Extension Modul Loxone (je Modul 8 digitale und 4 analoge Ausgänge sowie 12 digitale und 4 analoge Eingänge)
– Dimmer von DMX4ALL
 
Loxberry:
Hierbei handelt es sich um ein auf Linux (Debian) laufendes Stück Software, welches Schnittstellen zu weiteren Systemen ermöglicht.

 

Für unsere Hausautomation sind folgende Plugins relevant:
– Sonos4Lox (Integration unserer Sonos Boxen in unser Loxone Smart Home)
– CalDav-4-Lox (zentraler Kalender um Aktionen auf Basis von Kalendereinträgen auszuführen)
– MiRobot2Lox (wir planen die Anschaffung eines Staubsauger Roboters von Mi 🙂 )
 
Dies sind die Komponenten die bei uns zum Einsatz kommen werden.
 

 

Kosten

 

Das Thema Kosten (–> Beitrag Kostenplanung) ist ein nicht zu vernachlässigender Faktor bei der Planung und Umsetzung einer solchen Hausautomation. Die Kosten bei einer klassischen Elektroinstallation belaufen sich bei einem Haus von 140qm auf ca. 5-8 T€.
Bei einer KNX/Loxone Lösung liegt man schnell bei den 3-4 fachen Kosten.
Im Vorfeld sollte daher sehr gut überlegt werden, ob einem der „Komfort“ dieses Geld wirklich wert ist, oder nicht.
Korrekt eingesetzt kann ein Smart Home sicherlich auch Geld sparen, ob die hohen Initialkosten dadurch jedoch abgedeckt werden, wage ich zu bezweifeln.
 
Wir wurden häufig gefragt, ob es nicht Sinn hat, zumindest die Vorbereitung für ein smartHome Installation zu schaffen.
So eine Vorbereitung kostet jedoch auch nicht unerheblich viel Geld, es werden ja alle notwendigen Komponenten, bis auf die Steuerungen bereits verbaut. Daher lägen die Kosten auch nicht unwesentlich unter denen für eine komplette Installation.
 
Sobald es an die Konfiguration unseres Hauses geht folgt ein weiterer Beitrag zum Thema KNX sowie Loxone Programmierung.

 

Bei Fragen hinterlasst gerne einen Kommentar, schreibt uns eine Mail oder meldet euch per Direct Message auf Instagram.

 

Viele Grüße,
Markus

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1 Kommentar


  1. // Antworten

    Interessante Zusammenstellung! Was waren denn eure Argument für die smarte Elektrik? Nutzt Ihr das auch in irgendeiner Weise zum Einbruchschutz? Hier könnte ich mir vorstellen, dass die smarte Lösung Vorteile hat gegenüber einer herkömmlichen Installation?

    Bin schon gespannt auf einen Nutzungsbericht und wie so eine smarte Lösung sich nun im alltäglichen Leben behauptet. Ob sich auch irgendwelche Nachteile in der Nutzung ergeben z.B. ob das System fehleranfällig ist oder nervt, ob z.B. ständig updates geladen werden müssen? Oder ob ihr dann sagt wir können es uns ohne gar nicht mehr vorstellen?

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